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Die Geschichte der Wismut

Von ihren Anfängen als sowjetische Aktiengesellschaft im Jahr 1947 bis zur heutigen Wismut GmbH: Eine Geschichte geprägt von Weltgeschichte, Umweltzerstörung, Wandel, Innovation und Verantwortung.

6./9. August 1945

Mit den Atombombenabwürfen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki begann das Wettrüsten der Supermächte USA und Sowjetunion

14. September 1945

Sächsische Uran-Suchabteilung unter sowjetischer Leitung zur Suche von Uranlagerstätten in Schneeberg und Johanngeorgenstadt gegründet

April 1946

Erste Tonnen Uran werden in Johanngeorgenstadt und Oberschlema gewonnen (Jahresproduktion 1946: 15,7 t Uran)

29. Juli 1946

In Aue/Sachsen wird die „Sächsische Bergbauverwaltung“ der Sowjetischen Aktiengesellschaft der Buntmetallindustrie Wismut (SABM Wismut) mit Sitz in Moskau geschaffen

SAG Wismut

SAG

1947 bis 1953

10. Mai 1947

Zur Abdeckung von Reparationsansprüchen erfolgt die Überführung deutscher Bergwerksunternehmen in sowjetisches Eigentum

2. Juli 1947

Bildung der sowjetischen Staatlichen Aktiengesellschaft (SAG) Wismut (Handelsregistereintrag)

29. August 1949

Die erste sowjetische Atombombe wird auf dem Testgelände von Semipalatinsk im Nordosten Kasachstans mit Uran der Wismut aus dem Erzgebirge gezündet

1950/51

Mit rund 200.000 Mitarbeitern – höchste Beschäftigtenzahl in der Wismut-Historie

22. August 1953

Die Regierungen der UdSSR und der DDR unterzeichnen ein Abkommen über die Umwandlung der SAG Wismut in die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut.

SDAG Wismut

SDAG Wismut

1954 bis 1991

1. Januar 1954

Gründung der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut als zweistaatliches Unternehmen

1967

Höchste Jahresproduktion mit 7110 t Uran

11. März 1985

Nach seiner Wahl zum Generalsekretär der KPdSU leitet M. S. Gorbatschow das Ende des Wettrüstens und den beschleunigten Ausstieg der UdSSR aus der SDAG Wismut ein

27. April 1987

Beschluss Ministerrat der DDR zur Einschränkung der Uranproduktion: Beendigung der Tätigkeit des Bergbaubetriebes „Willi Agatz“ sowie des Aufbereitungsbetriebes 101 Crossen zum 31.12.1989 sowie Umwandlung des Bergbaubetriebes Beerwalde (Kombinat Nagema)

Deutsche Einheit

3.10.1990

3. Oktober 1990

Bundesministerium für Wirtschaft übernimmt als Aktionär 50% des Gesellschaftsanteils

31. Dezember 1990

Einstellung der planmäßigen Uranproduktion und Vorbereitung der Sanierung

16. Mai 1991

Unterzeichnung des Regierungsabkommens zur Beendigung der gemeinsamen Tätigkeit der SDAG Wismut durch den Bundeswirtschaftsminister und den Minister für Atomenergie und -industrie der UdSSR. Übernahme des 50%igen sowjetischen Anteils

30. Oktober 1991

Verabschiedung eines Gesetzes zum Abkommen vom 16.05.1991 im Bundestag (sogenanntes Wismut-Gesetz)

16. Dezember 1991

Sitzung des Vorstandes der SDAG Wismut: Entlastung des Vorstandes und der Leitung der Generaldirektion – Ende der Tätigkeit der SDAG Wismut

18. Dezember 1991

Wismut-Gesetz zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus tritt in Kraft

Wismut GmbH

Wismut GmbH

seit 1991

20. Dezember 1991

Umwandlung der SDAG Wismut in die Wismut GmbH als Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland

5. September 2003

Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Freistaat Sachsen für die Sanierung von sächsischen Wismut-Altstandorten (bis 2012) mit der Ergänzung (im Jahr 2013) bis 2022 und 2. Ergänzung (im Jahr 2019) bis 2035

2020

Aktualisierung des Sanierungsprogramms
mit Ausblick bis 2050

1. Juni 2021

Letzter Urantransport der Wismut GmbH  (19,5 t Gemisch aus Wasser und Uranoxid, das bei der Wasser­reinigung am Wismut-Standort in Königstein abgetrennt wurde).

29. November 2021

Gründung der Wismut Stiftung gGmbH zur Bewahrung, Vermittlung, Präsentation und Erforschung des Wismut-Erbes

2028

Abschluss der wesentlichsten Sanierungsprojekte, Fortsetzung der Langzeitaufgaben auf unbestimmte Zeit