
Sanierungslösungen und Technologien
Als der Uranerzbergbau Ende 1990 im Zuge der deutschen Wiedervereinigung abrupt eingestellt wurde, hinterließ er tiefgreifende Schädigungen der Umwelt. Mensch und Natur waren gleichermaßen betroffen.
Der Nachlassgestalter: Vom Hoffnungsträger zum Spezialisten
Zurückgeblieben waren u. a. rund 1 400 Kilometer offene Grubenbaue, 311 Millionen Kubikmeter Halden und 160 Millionen Kubikmeter radioaktive Schlämme.
Die Sanierung dieser Hinterlassenschaften war eine der größten ökologischen und technischen Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte.

Sanierungskonzepte
Gesicherte Bergbauanlagen, umweltverträgliche Lebensbedingungen und die ökologisch sowie wirtschaftlich sinnvolle Wiedernutzbarmachung der Flächen sind Hauptziele des weltweit einmaligen Sanierungsvorhabens. Es gab für die anstehenden Maßnahmen keine Konzepte oder Pläne. Auch weltweit konnten keine vergleichbaren Vorhaben als Beispiel dienen.
In kurzer Zeit mussten Sanierungskonzepte für alle Aufgabenkomplexe erarbeitet werden. Dazu wurden die bestehenden Umweltbelastungen in einem Kataster erfasst. Aus der Analyse der Daten wurde abgeleitet, wie notwendig und dringend die Sanierung der einzelnen Objekte war. Es galt in Abstimmung mit Behörden und Kommunen, für über 1 000 Einzelprojekte Sanierungsziele und Lösungen zu entwickeln.
Grubengebäude
Ziel ist es, Gefahren für die Tagesoberfläche zu verhindern und die Belastung des Grundwassers so gering wie möglich zu halten.
Halden
In und um Aue-Bad Schema wurden 42 Halden aufgeschüttet, die eine Fläche von 311 Hektar einnahmen.
Industrielle Absetzanlagen
Noch bis 2028 die Sanierung der industriellen Absetzanlagen andauern.
Tagebau Lichtenberg
Hier entstand ein Loch von fast einem Kilometer Breite und zwei Kilometern Länge in der Erde.