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Tagebau
 Lichtenberg

Eine der offenkundigsten Hinterlassenschaften der SDAG Wismut. Hier entstand ein Loch von fast einem Kilometer Breite und zwei Kilometern Länge in der Erde. 

 zur Wismut Stiftung gGmbH

Die Ausgangssituation

Eine der offenkundigsten Hinterlassenschaften der SDAG Wismut ist der Tagebau Lichtenberg. Hier, wo sich einst die Ortschaften Schmirchau, Lichtenberg und Gessen befanden, entstand ein Loch von fast einem Kilometer Breite und zwei Kilometern Länge in der Erde. Seine größte Tiefe betrug 230 Meter. Rings um den Tagebau hatte sich eine Haldenlandschaft gebildet.  

Schon für die Auffahrung zur Erzgewinnung wurde ein riesiges Aufgebot an technischen Geräten eingesetzt. Die Gewinnung des uranhaltigen Gesteins erfolgte mittels Sprengarbeiten. Um das Erz abzubauen, wurden Sprenglöcher in das Gestein gebohrt, die folgende Sprengung lockerte das Haufwerk dann so, dass es abtransportiert werden konnte.

Zeitweise rollten hier über 150 Fahrzeuge, die zum Transport des Rohstoffes eingesetzt wurden. Begonnen wurde mit dem Transportieren des gewonnenen Erzes mit sogenannten SIS-Kippern, die eine Nutzlast von 3 Tonnen hatten, später folgten Fahrzeuge mit 6 Tonnen und die bekannten KRAS-Kipper mit 12 Tonnen Nutzlast – zum Vergleich: die größten Muldenkipper der Wismut GmbH, die zur Sanierung des Tagebaus eingesetzt wurden, konnten insgesamt 136 Tonnen Gestein laden. Das so genannte Nebengestein wurde dann über eine Band- und Absetzeranlage auf die Halden gefördert.

Bereits 1976 musste die Förderung des Erzes im Tagebau Lichtenberg eingestellt werden, da im Norden die Stadtgrenze von Ronneburg und im Osten die Anlagen des Bergwerkes Schmirchau eine Erweiterung unmöglich machten.

Aus dem Loch wird ein Berg geschüttet

Bis 1990 wurde dann u. a. Material aus umliegenden Schächten in den Tagebau verbracht. Mit Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland war dann die komplette Verfüllung des Tagebaus vorgesehen.

Das Sanierungskonzept für den Standort Ronneburg sah vor, alle Halden südlich der Bundesautobahn 4 (außer Halde 381) in das Tagebaurestloch Lichtenberg umzulagern. Anfang 2008 wurde die Halde Schutzdamm Ronneburg als letzte Halde am Standort Ronneburg umgelagert und somit die Haldenumlagerung beendet. Mit der Sanierung des Tagebaus Lichtenberg errichtete die Wismut GmbH ein Landschaftsbauwerk, in dem über 125 Millionen Kubikmeter Haldenmaterial sicher verwahrt wurden.

Das Landschaftsbauwerk als Aussichtspunkt: Die Schmirchauer Höhe

Nach 28 Jahren Sanierung ist vor den Toren Ronneburgs einer der attraktivsten Aussichtspunkte Ostthühringens gewachsen. Der neu entstandene Berg auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus wurde 2010 zum Gedenken an die Zerstörung der Gemeinden "Scmirchauer Höhe" genannt und ist für die Öffentlichkeit frei begehbar.

Der neu entstandene Berg auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus wurde 2010 zum Gedenken an die Zerstörung der Gemeinden "Schmirchauer Höhe" genannt und ist für die Öffentlichkeit frei begehbar.
Bereits 2007 wurde zur Bundesgartenschau die „Neue Landschaft Ronneburg“ vorgestellt. Durch die besondere Architektur soll auch künftigen Besuchern die geleistete Arbeit an Deutschlands größtem Umweltprojekt, aber auch die bergmännischen Tätigkeiten in der Region, veranschaulicht werden.