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Halden als sichtbares Erbe

Riesige Abraumhalden prägten die Landschaft des Wismut-Bergbaus. Sie wurden während der aktiven Bergbauzeit aus Nebengestein und Abraum an den zahlreichen Standorten angelegt. 

Die Halden konnten nicht in ihrem Zustand belassen werden. Je nach Lage, Form und Schadstoffgehalt gingen von ihnen unterschiedliche Gefährdungen aus. Zur Sanierungsverantwortung der Wismut GmbH gehörten 58 Halden. 

Bei der Sanierung wurden zwei verschiedene Sanierungsvarianten angewandt. Am Standort Ronneburg wurde der überwiegende Teil der Halden abgetragen und in den ehemaligen Tagebau Lichtenberg umgelagert. Dort wo eine Umlagerung aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, wurden sie an Ort und Stelle saniert. Dies war vorwiegend an den sächsischen Standorten der Fall. 

Allein in und um Aue-Bad Schema waren 42 Halden aufgeschüttet worden, die eine Fläche von 311 Hektar einnahmen. Neben der fehlenden Standsicherheit ging von ihnen vor allem durch Staubabwehung und Radonaustritt eine erhöhte radiologische Belastung aus. 

Sanierungskonzept

Halden sichern und abdecken. Das Sanierungskonzept für den Standort sah vor, die Halden an Ort und Stelle zu belassen.

In einem ersten Schritt wurden dabei die Haldenböschungen abgeflacht und so standsicher gemacht. Um Staubabwehungen zu verhindern sowie die Strahlenexposition und das Eindringen von Niederschlag zu reduzieren, wurden die Haldenkörper mit einem Zweischichtsystem aus Mineralboden abgedeckt. 

Schließlich wurden Wirtschaftswege und Gräben zum Fassen und Ableiten von Oberflächenwässern angelegt.

Harmonische Eingliederung in die Landschaft

Generell ist bei der Neugestaltung der Halden darauf geachtet worden, dass sich Konturen und Bewuchs nach der Sanierung harmonisch in das umgebende Landschaftsbild einfügen. Die Geländegestaltung und Begrünung der Objekte orientieren sich an der regionaltypischen Pflanzen- und Tierwelt. Inzwischen prägen grüne Hänge und vollständig rekultivierte Haldenlandschaften die Region.

Rekultivierungserfolge und gesunkene Radonwerte

Im Umfeld der Halden spiegelt sich der fortgeschrittene Sanierungsstand durch gesunkene Radonkonzentrationen in der Luft deutlich wider. Vielerorts ist das Sanierungsziel aus der Sicht des Strahlenschutzes erreicht. Lokal wird noch an der Verbesserung der Situation gearbeitet. Alle sanierten Objekte werden durch ein optimiertes Messnetz überwacht.